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Rallye „Monte Carlo Historique“ führte Zeitkontrolle in Dresden durch

Für Oldtimerfans gab es heute um 10.49 Uhr ein Event der Extraklasse. Die berühmte Rallye „MonteCarlo Historique“ führt von sechs europäischen Städten aus nach Monte Carlo. Für die 19 Teilnehmer, die am Sonntag in Warschau gestartet sind, fand heute die erste Zeitkontrolle vor dem Dresdner Klassiker Handel auf dem Gelände der „Zeitenströmung“ in Dresden statt. Dort trafen auf diese Weise die Oldtimer der Rallyeteilnehmer auf die Oldtimer des Klassiker Handels.

 

Einige Rallyeteilnehmer bestaunten vor dem Start die Fahrzeuge beim Klassiker Handel und verewigten sich sogar im Gästebuch. „Das Interesse der Fahrer für unsere Klassiker war natürlich trotz der kurzen Zeit sehr groß, aber viele versprachen, bald wiederzukommen“, berichtet Janine Sandig, Assistentin des Geschäftsführers des Dresdner Klassiker Handels. Zwei Rallyeteams trugen sich sogar in das Gästebuch ein: Zuerst unterzeichneten die Schweden Mauritz Lange und Hans Sylvan als Beifahrer. Sie fahren einen Porsche 911 aus dem Baujahr 1968. Danach schrieben auch die Tschechen Karel Mach und Jan Blaha als Beifahrer ein paar nette Worte ins Buch. Die beiden bewältigen die Rallye mit einem Škoda 130 RS aus dem Jahr 1976.

Der Rennfahrer mit der Startnummer 220 hat nicht nur Dresdner Wurzeln, er ist auch sehr eng mit dem Dresdner Klassiker Handel verbunden: Andreas Vielgut ist in Dresden aufgewachsen, zog nach seiner Lehre zum Kraftfahrzeugschlosser jedoch in den Westen. Heute lebt der 31-Jährige in Oberursel bei Frankfurt am Main. Sein Vater Walter Vielgut arbeitet als Fahrzeugaufbereiter beim Dresdner Klassiker Handel und wünschte seinem Sohn und dessen Beifahrer Alfred Tuchel heute viel Glück für die Rallye. Die Route nach Monaco bestreiten die beiden in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal. Ihr Rennwagen ist ein knallroter BMW 3.20 aus dem Jahr 1977 mit 109 PS. Für das Rennen braucht der BMW aber keine hohen Geschwindigkeiten: „Auf der Autobahn schafft er schon mal 170, aber bei der Rallye ‚Monte Carlo Historique’ geht es um Gleichmäßigkeit. Wenn wir zu früh oder zu spät an der nächsten Zeitkontrolle ankommen, bekommen wir Punktabzug“, erläutert Andreas Vielgut. Doch das wird ihm sicher selten passieren, denn Vielgut ist nicht nur Kfz-Mechaniker, sondern auch erfahrener Rennfahrer: „Andreas wurde zuletzt Deutscher Bergsieger 2010 und 2011 bei der Deutschen Bergmeisterschaft des Neuen Automobil- und Verkehrsclubs“, berichtet Vater Walter Vielgut.

 

Für die 15. Rallye „Monte Carlo Historique“ starten über 300 Teilnehmer aus sechs Städten Europas. An dem traditionellen Rennen dürfen dem Reglement zufolge ausschließlich Nachkriegsfahrzeuge teilnehmen, welche in den Jahren zwischen 1955 und 1980 mindestens einmal bei der originalen Rallye Monte Carlo mitgefahren sind. Die Sternfahrt wird vom Automobile Club de Monaco (ACM) durchgeführt und vom Automobilclub von Deutschland (AvD) sowie den regionalen AvD-Clubs unterstützt. Die erste und weiteste Etappe, die so genannte Concentration Leg, ist ungewertet und startete am 29. Januar von Warschau, Oslo und Glasgow nach Monaco. Heute fiel die Startflagge für die Teilnehmer aus Barcelona, Turin und Reims.

 

„Im letzten Jahr fand die erste Zeitkontrolle für die Starter aus Warschau auf dem Theaterplatz vor der Semperoper statt. In diesem Jahr haben wir uns erstmals ganz bewusst dazu entschlossen, die Zeitkontrolle in Dresden dort durchzuführen, wo sich die Oldtimerfreunde der Landeshauptstadt treffen, nämlich auf dem Gelände der ‚Zeitenströmung’“, erläutert Reinhard Dötzer, Präsident des Sächsischen Automobil-Clubs (SAC), der die Zeitkontrolle in Dresden organisiert. Für Oldtimerfans war die Zeitkontrolle heute wie ein Freilichtmuseum für klassische Rallyefahrzeuge. Die Zuschauer konnten den seltenen Zastava, mehrere Polski Fiats sowie „La Déesse“ bestaunen: „Als ‚La Déesse’, auf deutsch ‚Die Göttin’, wird der Citroen DS auch gerne bezeichnet“, verrät Thomas Richter, Geschäftsführer des Dresdner Klassiker Handels.

 

Die Zeitkontrolle in Dresden ist im Vergleich zu anderen Zeitkontrollen bei Rallyes etwas ganz Besonderes: „Normalerweise fahren die Teilnehmer nur kurz durch, lassen sich stempeln und fahren dann weiter. Hier ist es aber so, dass die Teilnehmer größtenteils schon am Abend zuvor in Dresden ankommen und somit die Motoren bei uns starten, sich abstempeln lassen und dann weiter in Richtung Monte Carlo fahren. Durch den Neustart der Motoren erhalten Oldtimerfans also ein ganz anderes Feeling und können die grölenden Motoren der Rennautos genießen“, verrät Richter. Von Dresden aus ging es nach der Kontrolle für die Teilnehmer weiter gen Monaco. Die Teilnehmer treffen wie einst bei dem berühmten Rallye-WM-Lauf erst knapp 180 Kilometer entfernt von Monaco in Barcelonette am Dienstagmorgen zusammen. „Dann werden die verschiedenen Gleichmäßigkeitsprüfungen und Etappen auf den legendären Rallyepfaden der ‚Monte’ in den Seealpen unter die Räder genommen. Eine der schwierigsten und spannendsten Prüfungen ist die Finaletappe in der ‚Nacht der langen Messer’, denn hier wird der Rallye-Tross über den legendären Col de Turini navigiert“, erläutert Reinhard Dötzer.

Weitere Informationen gibt es unter www.klassiker-handel.de sowie unter www.avd.de.

Presserückfragen: Janine Sandig (Dresdner Klassiker Handel), Tel. 0351 / 65 247 48; Reinhard Dötzer(Sächsischer Automobil Club), Tel. 0171 / 33 177 95; Franziska Märtig (Pressearbeit, MEDIENKONTOR), Tel. 0174  96 19 740